FTTC steht für „Fiber to the Curb“ oder auf Deutsch „Glasfaser bis zum Bordstein“. Diese Ausbautechnik verwendet Glasfaserkabel bis zu einem Verteilerkasten in der Nähe eines Gebäudes und wechselt dort auf Kupferleitungen. Im Vergleich zu reiner Glasfaser (Fiber to the Home, FTTH) bringt FTTC deutliche Einschränkungen mit sich.
Bei FTTC endet das Glasfasernetz am Netzwerkverteiler, der am Straßenrand steht. Ab da wird das Datensignal nur noch über Kupferkabel verteilt.
FTTC ist eine Hybrid-Technologie, die Glasfaserkabel und Kupferleitungen kombiniert:
Diese Lösung spart Kosten und Bauzeit, da vorhandene Kupferinfrastruktur genutzt wird. Allerdings begrenzt eben diese Kupferstrecke die maximale Geschwindigkeit und kann zu höheren Signalverlusten führen
| Merkmal | FTTC | FTTH |
|---|---|---|
|
Merkmal:
Glasfaserreichweite |
FTTC:
Bis zum Bordstein/Verteilerkasten |
FTTH:
Bis ins Haus bzw. die Wohnung |
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Merkmal:
Letzte Strecke |
FTTC:
Über Kupferleitungen (z. B. VDSL) |
FTTH:
Komplett über Glasfaser |
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Merkmal:
Geschwindigkeit |
FTTC:
Bis zu 250 Mbit/s (VDSL) |
FTTH:
Bis zu 2,5 Gbit/s und mehr |
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Merkmal:
Stabilität |
FTTC:
Abhängig von Kupferleitung und Distanz |
FTTH:
Sehr stabil und störungsfrei |
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Merkmal:
Zukunftssicherheit |
FTTC:
Eingeschränkt |
FTTH:
Optimal |
Während FTTC auf VDSL setzt und somit auf den letzten Metern von Kupferleitungen abhängt, führt FTTH die Glasfaser direkt bis in Ihre Wohnung oder Ihr Haus. Das macht FTTH deutlich leistungsfähiger und stabiler
FTTB wird Glasfaser zumindest bis ins Gebäude geführt. Diese Strecke ist meist kürzer als beim Bordstein-Ausbau, sodass oft höhere Geschwindigkeiten als bei FTTC erreicht werden können. Die letzten Meter in der Hausinstallation können aber weiterhin über Kupfer oder moderne Netzwerkkabel erfolgen.
FTTC war lange Zeit ein sinnvoller Zwischen- oder Übergangsschritt, da es relativ schnell und kostengünstig realisiert werden konnte. Damit lassen sich Geschwindigkeiten erreichen, die für einfache Internet-Anforderungen häufig ausreichend sind. Die Technologie gilt mittlerweile aber nicht mehr als zukunftssicher. So plant die Bundesregierung als Teil ihrer Gigabit-Strategie, Kupfernetze bis ca. 2030 abzuschalten.
Falls Sie maximale Geschwindigkeit, hohe Stabilität und eine langfristige Perspektive suchen, ist FTTH also klar im Vorteil. Eine reine Glasfaseranbindung ermöglicht Datenraten im Gigabit-Bereich, was vor allem bei anspruchsvollem Streaming (z. B. 4K/8K) oder paralleler Nutzung in Mehrpersonenhaushalten unverzichtbar ist.
FTTC hat in der Vergangenheit den Breitbandausbau in vielen Regionen vereinfacht und so die Versorgung mit Basis-Internet erleichtert. Dank Nutzung vorhandener Kupferleitungen ist die Umsetzung kosteneffizienter als ein durchgängiger Glasfaserausbau. Allerdings bleibt FTTC technisch limitiert, insbesondere im Vergleich zu FTTH, das langfristig überragende Leistungsreserven und eine hohe Zukunftssicherheit bietet.
Prüfen Sie daher, ob Glasfasertechnologie in Ihrer Region verfügbar ist, um die für Sie optimale Lösung zu finden. Denn bei steigenden Anforderungen gilt: Ein echter FTTH-Glasfaseranschluss ist der einzige Garant für stabiles Highspeed-Internet.